Tag der Archäologie 2015

15.11.2015

Herzlichen Glückwunsch an unser AMLA-Mitglied Annika B. Müller zur Verleihung des Archäologiepreises der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein. Dieser wurde Ihr am 15.11.2015 beim Tag der Archäologie für ihre Bachelorarbeit „Die Holzkohlenfunde des ertbøllezeitlichen Fundplatzes Strande“ verliehen. Viel Erfolg beim weiteren forschen und studieren!

Des Weiteren war die AMLA wie im vorigen Jahr mit einem Stand vertreten und präsentierte aktuelle und ältere Projekte. Ganz besonders erfreulich war der Festvortrag von AMLA-Mitglied PD Oliver Nakoinz über die Maritime und Limnische Archäologie in Schleswig-Holstein, der zahlreiche AMLA-Projekte und Abschlussarbeiten miteinbezog.

Der AMLA Konferenz Herbst

20.09.-25.10.2015

Im Herbst 2015 haben Mitglieder der AMLA an drei Konferenzen teilgenommen und ihre Projekte im In- und Ausland präsentiert.

Vom 20.-26.09.2015 nahmen fünf Mitglieder an dem 14. International Symposium on Boat and Ship Archaeology (ISBSA) zum Thema Baltic and beyond. Change and continuity in shipbuilding teil. Die Konferenz wurde vom National Maritime Museum in Gdansk durchgeführt und fand in den alten Speichergebäuden, die heute einen Teil des Museums beherbergen statt. Mitglieder der AMLA präsentierten ein Poster zu wiederverwendeten Schiffshölzer in den mittelalterlichen Gebäuden von Stralsund (Ph. Grassel) und ein Überblicksposter zu Projekten und Zielsetzungen der AMLA. Darüberhinaus trat Oliver Nakoinz als Co-Autor im von Jens Auer präsentierten Vortrag über das wikingerzeitliche Sperrwerk in der Schlei auf. Dabei wurden auch erstmals vorläufige Ergebnisse der gemeinsame Fieldschool von AMLA und Maritime Archaeology Program (MAP) in Esbjerg im Sommer diesen Jahres einem internationalen Publikum präsentiert. Die Kollegen vom MAP waren sehr zahlreich erschienen, wodurch sich der Kontakt weiter vertiefen konnte und vielleicht in Zukunft zu weiteren Kooperationen führt.

Bei der zweiten Konferenz vom 29.09.-03.11.2015 handelte es sich um die Tagung des DFG-Schwerpunktprogrammes Häfen von der römischen Kaiserzeitbis zum Mittelalter mit dem Titel Harbours as objects of interdisciplinary research. Die Tagung fand im Kieler Audimax statt und die AMLA unterstütze die Organisatoren vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie im Bereich der Technik und des Catering. Nebenbei konnte Präsentationen beigewohnt werden und auch hier präsentierten Mitglieder wieder verschiedene Poster.

Die dritte und letzte Konferenz wurde vom 23.-25.10.2015 in Marburg besucht. Dabei handelte es sich um die Jahrestagung des Arbeitskreises der Kommission für Unterwasserarchäologie (AKUWA) durchgeführt vom Archäologischen Seminar der Philipps-Universität zu Marburg. Die AMLA war mit sechs Vorträgen und zwei weiteren Erwähnungen in Präsentationen anderer Institutionen maßgeblich an der Tagung beteiligt. Die präsentierten Themen waren:

Der hansezeitliche Handel zu den nordeuropäischen Inseln (Ph. Grassel), Das Steinwrack (J. Ulrich), Der Einbaum von Kappeln (F. Steffensen), Die Schwierigkeit des Versenkens im 17. Jh. (F. Jürgens), Die Risiken und Chancen des technischen Tauchens für die Archäologie (F. Huber), Die Tauchuntersuchungen am Sperrwerk von Reesholm zusammen mit dem Maritime Archaeology Program in Esbjerg (N. Badi-Sadr, S. Claeys, J. Enzmann, F. Wilkes).

Die Vorträge führten teils zu regen Diskussionen und auch in dem Abschlussgespräch des Arbeitskreises brachte sich die AMLA sinnvoll ein. Besonders gefreut hat uns überdies die Begleitung von zwei Kollegen vom MAP in Esbjerg und die gemeinsame Präsentation der Fieldschool. Alle Vorträge sollen im nächsten Jahr als Beitrag im Nachrichtenblatt des Arbeitskreises Unterwasserarchäologie (NAU) veröffentlicht werden.

Wir bedanken uns bei allen Konferenzausrichtern für die Organisation und die Gelegenheit unsere Projekte Fachleuten und Laien im In- und Ausland präsentieren zu können.

Tauchprospektion in der Schlei

20.10.2015

Am Dienstag den 20.10.2015 ist eine Gruppe von fünf AMLA-Mitgliedern noch einmal zu dem schon im Sommer betauchten Wrack bei Fahrdorf zurückgekehrt. In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt repräsentiert durch den Grabungstechniker Jan Fischer und den kommissarischen Dezerneten Erich Halbwidl konnten wichtige Erkenntnisse gemacht werden. Ziel war eine Einschätzung darüber zu gewinnen, ob das Wrack durch Erosionsprozesse bedroht ist. Des Weiteren, sollte sofern aus denkmalpflegerischer Sicht zu verantworten eine Probe zur dendrochronologischen Analyse entnommen werden.

Wir fanden zwei überstehende Planken die bereits durch Erosionsprozesse beschädigt waren und konnten eine davon beproben. Eine erhöhte Bedrohung des Wracks liegt nicht vor, da das Wrack seit den Tauchgängen im Sommer weiter zusedimentiert war. Aufgrund der für die Schlei hervorragenden Sichtweiten von 20-40 cm konnten sogar Foto- und Filmaufnahmen von Teilen des Wracks gemacht werden. Diese wurden in der Nachbearbeitung dank eines weiteren AMLA-Mitgliedes bereits in ein 3d-Modell und ein entzerrtes photogrammetrisches Bild umgesetzt.

Ein umfangreicher Bericht zu der Untersuchung mit allen gewonnenen Daten wird gerade von den Teilnehmern verfasst und demnächst an das Landesamt weitergeleitet. Unser Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement und wir hoffen bald weitere derartige Einsätze durchführen zu können.

(Fotos Jana Ulrich)

Fieldschool in der Schlei

08.-26.06.2015

 

Vom 08.-26. Juni 2015 führte die AMLA ergänzt durch zwei Taucherinnen von der Uni Oldenburg bzw. Uni Göttingen in Zusammenarbeit mit Tauchern des Maritime Archaeology Programs der Syddansk Universitet in Esbjerg und dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein eine Fieldschool durch. Die Fieldschool war für das internationale Team (8 Nationen) aus Dänemark Teil der Ausbildung zum Europäischen Forschungstaucher während es für viele aus dem deutschen Team der erste größere Forschungs-taucheinsatz nach der Ausbildung war. Des Weiteren war es der erste Einsatz als Taucheinsatzeinleiter für zwei AMLA-Mitglieder.

Innerhalb der drei Wochen wurden das wikingerzeitliche Sperrwerk vor Reesholm und ein Wrack vor Fahrdorf untersucht sowie einige Fundstellen in der Schleimündung inspiziert. Insbesondere die Entdeckungen am Sperrwerk sind eine kleine Sensation. Die Untersuchungen führten, unter Vorbehalt der noch unbekannten Datierung, zu einer deutlich größeren Ausdehnung des Sperrwerks als bisher gedacht und die Bergung und Beschreibung von Hölzern ermöglichen eine bessere Vorstellung über den oberen Teil der Anlage. Weitere Untersuchungen werden folgen.

Bedanken möchten wir uns wieder einmal bei der Lighthouse Foundation für ihre große Unterstützung sowie bei Dr. M. Segschneider vom Archäologischen Landesamt für die gelungene Kooperation und O. Nakoinz und J. Auer für die gelungene wissenschaftliche Leitung. Für die umfangreiche materielle Unterstützung danken wir dem Forschungstauchzentrum der CAU Kiel.

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Erfahrungsbericht im Magazin Schlei Maritim

Neue Taucheinsatzleiter für die AMLA

01.-05.06.2015

Seit dem 5. Juni darf sich die AMLA darüber freuen drei weitere Forschungstaucheinsatzleiter in ihren Reihen zu haben. Dieser Umstand garantiert, dass auch in Zukunft viele eigenständige und studentisch organisierte Projekte im Rahmen der AMLA stattfinden können. Wir gratulieren ganz herzlich Julia Goldhammer, Feiko Wilkes und Jonas Enzmann.

von links nach rechts: K. Schrottke, R. Friedrich, J. Enzmann, F. Wilkes, J. Goldhammer, J. Duda

Prospektion in Lindhorst, Kr. Harburg

29.03.2015

Am Sonntag den 29. März 2015 führte die AMLA in Kooperation mit dem Forschungstauchzentrum der CAU Kiel im Auftrag der Kreisarchäologie Harburg unter Leitung von Jochen Brandt und Philip Lüth eine Prospektion im Mühlenteich von Lindhorst durch. Ziel der Untersuchung war es eine aus dem Mittelalter überlieferte Motte an diesem Ort archäologisch nachzuweisen. Nach Baggerarbeiten im Jahr 2012 wurden auf Luftbildern Strukturen, die radial um die kleine Insel im Teich lagen, sowie eine mögliche Damm- oder Brückenkonstruktion zum am Ufer gelegenen Adelshof erkannt. Es bestand daher die Hoffnung die Motte durch unterwasserarchäologische Untersuchungen nachzuweisen. Leider wurden abgesehen von vereinzelten neuzeitlichen Scherben und Ziegelfragmenten größtenteils nur rezente Objekte gefunden, sodass die Motte an diesem Ort archäologisch weiterhin nicht fassbar ist. Zukünftige Baggerarbeiten in dem Mühlenteich können also vorerst relativ bedenkenlos durchgeführt werden.

DEGUWA-Tagung 2015

19.-22.03.2015

Vom 19.-22. März 2015 nahmen mehrere Mitglieder der AMLA an der von der DEGUWA veranstalteten Tagung In Poseidons Reich XX: "Land unter!" im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg teil. Dabei wurden die Arbeitsgruppe an sich, sowie neuere Projekte mittels Poster und Ansichtsexemplaren von Abschlussarbeitern präsentiert. Wir freuen uns alte Bekannte wiedergetroffen und neue hinzugewonnen zu haben und danken den Veranstaltern für die gelungene Konferenz.

N.E.R.D. Conference

21.-23.11.2014

From the 21st till 23rd November 2014 the first New European Researches and Discoveries in Underwaterarchaeology Conference took place in Kiel. The AMLA thanks every participant for the fantastic Conference!

 

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Tag der Archäologie 2014

25.10.2014

Am Samstag dem 25.10.2014 fand im Audimax in Kiel der „Tag der Archäologie“ statt – gemeinsam ausgerichtet vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Bereits zum neunten Mal ermöglichten Wissenschaftler Einblicke in aktuelle Forschungen und Projekte aus dem Bereich der Archäologie in Schleswig-Holstein. Neben den zahlreichen Vorträgen fanden im Foyer des Audimax Büchertische und Informationsstände großen Anklang. Die AMLA war ebenfalls mit einem Stand vertreten – und wir danken für die vielen spannenden und interessanten Gespräche.

IDE unterstüzt die AMLA mit einem nagelneuen Kompressor

02.06.2014

Am Montag den 02.06.2014 traf sich Dr. Florian Huber, Leiter der AMLA, mit dem Team der IDE-NewParts Compressors GmbH an Ihrem Fertigungsstandort Brannenburg in Bayern. Der Grund für seinen Besuch war die Übergabe eines Atemluftkompressors der Bavaria Serie als Spende. Um für die zahlreichen Forschungsprojekte und Expeditionen in die ganze Welt jederzeit reine Atemluft in ausreichender Menge zu Verfügung zu haben, hat sich IDE gerne bereit erklärt, die Universität bzw. das Institut für Ur-und Frühgeschichte mit einem 220 Liter Kompressor der Bavaria Sport Serie als eine Spende zu unterstützen. Das Team von IDE freut sich einen wichtigen Beitrag für die Forschung leisten zu können und die Wissenschaftler und Forscher mit reiner Atemluft aus einem modernen IDE Kompressor versorgt zu wissen.

Die AMLA sagte DANKE für das Engagement!