Bucherscheinung: N.E.R.D. New European Researches and Discoveries in Underwaterarchaeology Conference

29.08.2016

N.E.R.D.
New European Researches and Discoveries
in Underwaterarchaeology Conference

Herausgegeben von

M. Christ/J. Enzmann/F. Jürgens/F. Steffensen/J. Ulrich/F. Wilkes

ISBN: 978-3-7749-4055-0

 

Inhalt:

Franziska Steffensen, Feiko Wilkes
Two recent AMLA projects: Excerpt of the lecture at the N.E.R.D. conference
A logboat in the Schlei fjord/Underwater prospections on the mesolithic site Strande LA 163

Miran Erič, Gregor Berginc, Rok Kovačič, Kristijan Celec
A short review of the application of 3D documentation methods on selected UW heritage sites
in Slovenia and the Adriatic: the need for changes in methodology

Helena Novak
Neolithic Lake Settlements. A new UNESCO World Heritage leads to the emerging
of underwater- and wetland-research in Austria

Marie-Claire Ries
New Research on a waterlogged Bronze Age Settlement in Lake Attersee (Austria)

Marina Nuovo
Roman harbours: coastal and underwater landscapes in the central-southern Adriatic Sea

Julia Goldhammer, Martina Karle
A fish trap basket from Belum (Ldkr. Cuxhaven). Excerpt from the presentation
“Archaeology in the Wadden: Submarine Archaeology without a diving suit”

Margaret Logan
A Study of a 16th-century wooden vessel from the Netherlands

Philipp Grassel
Late Hanseatic seafaring from Hamburg and Bremen to Iceland, the Faeroe Islands and Shetland

Alexander Cattrysse
Deviating from the Course: Clinker Deviations in Northern-European Carvel Shipbuilding

 

About the conference

Kooperation mit Anaxum-Projekt

25.-30.07.2016

In der Zeit vom 25.-30.07.2016 nahmen drei Mitglieder der AMLA am Anaxum-Projekt (Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia, Italien) teil. Das gemeinsame Projekt des Dipartimento di Storia e Tutela dei Beni Culturali dell'Università di Udine und der Soprintendenza per i Beni Archeologici del Friuli Venezia Giulia unter der Leitung von Prof. Massimo Capulli beschäftigt sich seit 2011 mit der fluvialen Landschaft des Flusses Stella. Bisher wurden ein Wrack aus dem 1. Jh. n. Chr., ein nördlich gelegenes Areal mit hoher Fundkonzentration römischer Artefakte sowie Fundamente einer römischen Brücke, die Teil der via annia war unterwasserarchäologisch untersucht. Des Weiteren konnte bei Bauarbeiten im Uferbereich ein Wrack aus aus dem 11. Jh. dokumentiert werden. Die guten Ergebnisse der SfM-Methodik in Gewässern mit schlechter Sicht, vorgestellt auf der DEGUWA-Konferenz „In Poseidons Reich XXI" in Dresden, führten zu der Einladung die Methodik im Fluss Stella auf ihre Anwendbarkeit zu testen. Als Versuchsobjekte wurde ein 2 x 8 m breiter Streifen des Fundareals nördlich des Stella 1 Wracks ausgewählt und der als Struktur A bezeichnete Brückenpfeiler sowie dessen nähere Umgebung.

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Das Team vor dem Fluss Stella.                      Filmen des Fundareals.

Taucherische Begleitung von palynologischen Bohrungen

29.-30.06.2016

Der Bereich Palynologie der CAU Kiel testet seine neue Bohreinrichtung im Trammer See nördlich von Plön. Die am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte unter der Leitung von Dr. Walter Dörfler und Dr. Ingo Feeser adaptierte Bohrtechnik soll die Beprobung von Sediment in größeren Tiefen von bis zu 200 m ermöglichen. Von der schwimmenden Plattform aus wird das Bohrgestänge an Seilen zum Seegrund geführt und dort eingeschlagen, damit entfällt das übermäßige Gewicht eines durchgehenden Bohrgestänges. Der erste Testlauf im Trammer See auf 16 m Tiefe wurde von Tauchern der AMLA begleitet und dokumentiert.

Die beteiligten Taucher.                                     Die Plattform knapp über dem Grund.

Neue Taucheinsatzleiterin für die AMLA

6.-10.06.2016

Auch in diesem Jahr konnte ein Mitglied der AMLA durch langjährige unterwasserarchäologische Arbeit ihren Status als Einsatzleiterin für Forschungstaucheinsätze erlangen. Wir gratulieren ganz herzlich Jana Ulrich und hoffen mit einer weiteren Taucheinsatzleiterin Projekte noch besser realisieren zu können.

R. Friedrich (Ausbildungsleiter am FTZ der CAU Kiel) überreicht J. Ulrich die Urkunde zum TEL für Forschungstaucheinsätze

Submarine Prospektion vor Norgaardholz

21.05.2016

Unter der Leitung von Dr. Sönke Hartz vom Archäologischen Landesmuseum Schleswig-Holstein, fand am 21. Mai 2016 eine Untersuchung des Flachwasserbereichs vor Norgaardholz statt. Vier AMLA Mitglieder, unterstützt durch einen weiteren Taucher des Forschungstauchzentrums am Institut für Geowissenschaften der CAU Kiel, nahmen daran teil. Die Untersuchung des Küstenabschnitts wurde genehmigt, nachdem teils sehr qualitätvolle Steinartefakte am Strand gefunden wurden und Sporttaucher im Flachwasserbereich eine Torfschicht gemeldet hatten. Die Taucharbeiten wurden von der zuständigen Dezernentin des Landesamtes für Archäologie Schleswig-Holstein, Dr. Stefanie Klooß, begleitet.

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In Poseidons Reich XXI in Dresden

21.-24.04.2016

Vom 21.-24. April nahmen acht Mitglieder der AMLA an der Tagung "In Poseidons Reich XXI" veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie e.V. (DEGUWA) teil.

Felix Rösch präsentierte:

"The late 11th c. Schleswig waterfront – infrastructure and organization of a major trading port between Viking Age and Hanseatic League."

Jonas Enzmann und Feiko Wilkes präsentierten:

"How to document a wreck that you barely see? Advantages of Structure from Motion in waters with visibility less than one meter."

Des Weiteren präsentierte Philipp Grassel das Poster:

"Mobility and sea trade of late Hanseatic merchants with Shetland, Faroe and Iceland. The shipping of Hamburg and Bremen with the North Atlantic area."

Ein allgemeines Poster informierte über die Arbeit der AMLA.

Wir freuen uns neue Kontakte geknüpft und alte verfestigt zu haben. Darüber hinaus zeichnen sich viele interessante neue Projekte für die AMLA ab (siehe hier). Unser Dank gilt den Veranstaltern sowie den zahlreichen interessierten Kollegen.

Fotos: J. U.

Tag der Archäologie 2015

15.11.2015

Herzlichen Glückwunsch an unser AMLA-Mitglied Annika B. Müller zur Verleihung des Archäologiepreises der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein. Dieser wurde Ihr am 15.11.2015 beim Tag der Archäologie für ihre Bachelorarbeit „Die Holzkohlenfunde des ertbøllezeitlichen Fundplatzes Strande“ verliehen. Viel Erfolg beim weiteren forschen und studieren!

Des Weiteren war die AMLA wie im vorigen Jahr mit einem Stand vertreten und präsentierte aktuelle und ältere Projekte. Ganz besonders erfreulich war der Festvortrag von AMLA-Mitglied PD Oliver Nakoinz über die Maritime und Limnische Archäologie in Schleswig-Holstein, der zahlreiche AMLA-Projekte und Abschlussarbeiten miteinbezog.

Der AMLA Konferenz Herbst

20.09.-25.10.2015

Im Herbst 2015 haben Mitglieder der AMLA an drei Konferenzen teilgenommen und ihre Projekte im In- und Ausland präsentiert.

Vom 20.-26.09.2015 nahmen fünf Mitglieder an dem 14. International Symposium on Boat and Ship Archaeology (ISBSA) zum Thema Baltic and beyond. Change and continuity in shipbuilding teil. Die Konferenz wurde vom National Maritime Museum in Gdansk durchgeführt und fand in den alten Speichergebäuden, die heute einen Teil des Museums beherbergen statt. Mitglieder der AMLA präsentierten ein Poster zu wiederverwendeten Schiffshölzer in den mittelalterlichen Gebäuden von Stralsund (Ph. Grassel) und ein Überblicksposter zu Projekten und Zielsetzungen der AMLA. Darüberhinaus trat Oliver Nakoinz als Co-Autor im von Jens Auer präsentierten Vortrag über das wikingerzeitliche Sperrwerk in der Schlei auf. Dabei wurden auch erstmals vorläufige Ergebnisse der gemeinsame Fieldschool von AMLA und Maritime Archaeology Program (MAP) in Esbjerg im Sommer diesen Jahres einem internationalen Publikum präsentiert. Die Kollegen vom MAP waren sehr zahlreich erschienen, wodurch sich der Kontakt weiter vertiefen konnte und vielleicht in Zukunft zu weiteren Kooperationen führt.

Bei der zweiten Konferenz vom 29.09.-03.11.2015 handelte es sich um die Tagung des DFG-Schwerpunktprogrammes Häfen von der römischen Kaiserzeitbis zum Mittelalter mit dem Titel Harbours as objects of interdisciplinary research. Die Tagung fand im Kieler Audimax statt und die AMLA unterstütze die Organisatoren vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie im Bereich der Technik und des Catering. Nebenbei konnte Präsentationen beigewohnt werden und auch hier präsentierten Mitglieder wieder verschiedene Poster.

Die dritte und letzte Konferenz wurde vom 23.-25.10.2015 in Marburg besucht. Dabei handelte es sich um die Jahrestagung des Arbeitskreises der Kommission für Unterwasserarchäologie (AKUWA) durchgeführt vom Archäologischen Seminar der Philipps-Universität zu Marburg. Die AMLA war mit sechs Vorträgen und zwei weiteren Erwähnungen in Präsentationen anderer Institutionen maßgeblich an der Tagung beteiligt. Die präsentierten Themen waren:

Der hansezeitliche Handel zu den nordeuropäischen Inseln (Ph. Grassel), Das Steinwrack (J. Ulrich), Der Einbaum von Kappeln (F. Steffensen), Die Schwierigkeit des Versenkens im 17. Jh. (F. Jürgens), Die Risiken und Chancen des technischen Tauchens für die Archäologie (F. Huber), Die Tauchuntersuchungen am Sperrwerk von Reesholm zusammen mit dem Maritime Archaeology Program in Esbjerg (N. Badi-Sadr, S. Claeys, J. Enzmann, F. Wilkes).

Die Vorträge führten teils zu regen Diskussionen und auch in dem Abschlussgespräch des Arbeitskreises brachte sich die AMLA sinnvoll ein. Besonders gefreut hat uns überdies die Begleitung von zwei Kollegen vom MAP in Esbjerg und die gemeinsame Präsentation der Fieldschool. Alle Vorträge sollen im nächsten Jahr als Beitrag im Nachrichtenblatt des Arbeitskreises Unterwasserarchäologie (NAU) veröffentlicht werden.

Wir bedanken uns bei allen Konferenzausrichtern für die Organisation und die Gelegenheit unsere Projekte Fachleuten und Laien im In- und Ausland präsentieren zu können.

Tauchprospektion in der Schlei

20.10.2015

Am Dienstag den 20.10.2015 ist eine Gruppe von fünf AMLA-Mitgliedern noch einmal zu dem schon im Sommer betauchten Wrack bei Fahrdorf zurückgekehrt. In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt repräsentiert durch den Grabungstechniker Jan Fischer und den kommissarischen Dezerneten Erich Halbwidl konnten wichtige Erkenntnisse gemacht werden. Ziel war eine Einschätzung darüber zu gewinnen, ob das Wrack durch Erosionsprozesse bedroht ist. Des Weiteren, sollte sofern aus denkmalpflegerischer Sicht zu verantworten eine Probe zur dendrochronologischen Analyse entnommen werden.

Wir fanden zwei überstehende Planken die bereits durch Erosionsprozesse beschädigt waren und konnten eine davon beproben. Eine erhöhte Bedrohung des Wracks liegt nicht vor, da das Wrack seit den Tauchgängen im Sommer weiter zusedimentiert war. Aufgrund der für die Schlei hervorragenden Sichtweiten von 20-40 cm konnten sogar Foto- und Filmaufnahmen von Teilen des Wracks gemacht werden. Diese wurden in der Nachbearbeitung dank eines weiteren AMLA-Mitgliedes bereits in ein 3d-Modell und ein entzerrtes photogrammetrisches Bild umgesetzt.

Ein umfangreicher Bericht zu der Untersuchung mit allen gewonnenen Daten wird gerade von den Teilnehmern verfasst und demnächst an das Landesamt weitergeleitet. Unser Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement und wir hoffen bald weitere derartige Einsätze durchführen zu können.

(Fotos Jana Ulrich)

Fieldschool in der Schlei

08.-26.06.2015

 

Vom 08.-26. Juni 2015 führte die AMLA ergänzt durch zwei Taucherinnen von der Uni Oldenburg bzw. Uni Göttingen in Zusammenarbeit mit Tauchern des Maritime Archaeology Programs der Syddansk Universitet in Esbjerg und dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein eine Fieldschool durch. Die Fieldschool war für das internationale Team (8 Nationen) aus Dänemark Teil der Ausbildung zum Europäischen Forschungstaucher während es für viele aus dem deutschen Team der erste größere Forschungs-taucheinsatz nach der Ausbildung war. Des Weiteren war es der erste Einsatz als Taucheinsatzeinleiter für zwei AMLA-Mitglieder.

Innerhalb der drei Wochen wurden das wikingerzeitliche Sperrwerk vor Reesholm und ein Wrack vor Fahrdorf untersucht sowie einige Fundstellen in der Schleimündung inspiziert. Insbesondere die Entdeckungen am Sperrwerk sind eine kleine Sensation. Die Untersuchungen führten, unter Vorbehalt der noch unbekannten Datierung, zu einer deutlich größeren Ausdehnung des Sperrwerks als bisher gedacht und die Bergung und Beschreibung von Hölzern ermöglichen eine bessere Vorstellung über den oberen Teil der Anlage. Weitere Untersuchungen werden folgen.

Bedanken möchten wir uns wieder einmal bei der Lighthouse Foundation für ihre große Unterstützung sowie bei Dr. M. Segschneider vom Archäologischen Landesamt für die gelungene Kooperation und O. Nakoinz und J. Auer für die gelungene wissenschaftliche Leitung. Für die umfangreiche materielle Unterstützung danken wir dem Forschungstauchzentrum der CAU Kiel.

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Erfahrungsbericht im Magazin Schlei Maritim